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Auffällig und ungewöhnlich in dieser neuen Bilderserie ist das Prinzip der Spiegelung. Sie ist Kennzeichen und zugleich Bewusstmachung. Die Bewusstmachung der Vergänglichkeit des Lebens und des Glücks. Bei allen Bildern aus der Serie „Imago 2007“ wird konsequent das Konzept einer Spiegelung angewendet. Hierbei wird Farbe auf eine Leinwand aufgetragen, wobei gleichsam die Grundausstrahlung des Kunstwerkes definiert wird. Anschließend wird eine zweite Leinwand auf die erste gedrückt. Auf diese Weise kommt das Spiegelbild zustande. Mithin entstehen mindestens zwei Seiten – wie die zwei Flügel eines Schmetterlings. Jakobs erläutert: „Viele Menschen denken, das Leben eines Schmetterlings dauere nur kurz, verglichen mit dem langen Leben als gefräßige Raupe. Doch bei vielen Schmetterlingsarten ist es genau umgekehrt: Nach einer kurzen, aber intensiven Raupenphase folgt nach der Verpuppung ein ausgiebiges Falterleben. Genau so sollte es auch für die Menschen sein: Ziele setzen und daran glauben, an der Verwirklichung der Träume arbeiten und sich dann über das Ergebnis freuen können. Dies soll meine Kunst vermitteln.“
Der Schmetterling hat im Übrigen eine mannigfache Symbolkraft. Im Aberglauben beispielsweise galt er gar als Verkörperung von Hexen. Liegt womöglich hier das Magische und Mythische verborgen, das Imago 2007 auszeichnet? Das altgriechische Wort für Schmetterling war ψυχή – psyche –, was Hauch, Seele bedeutete. Freilich: Die Seele der Imago 2007-Bilderserie ist nirgendwo anders als in ihrer Aura verborgen; die Gesamtkomposition aber bleibt rätselhaft, mystisch, geheimnisvoll.
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English Version
© 2006 |
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